Controlling und Evaluation

Das vorgesehene Controlling zur Umsetzung des Lokalen Handlungsprogramms erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und der Fachstelle.

Ein wichtiges Instrumentarium des Controllings ist die Festlegung des Auswahlverfahrens, sowohl für die Förderung von Projekten durch die Steuerungsgruppe als auch bei der Förderung der Mikroprojekte durch die Fachstelle. Projektanträge und Konzeptionen werden dahingehend überprüft, ob sie der Umsetzung der Zielstellungen des Lokalen Handlungsprogramms entsprechen. Angebote der lokalen Träger werden auf eine adäquate Zielgruppenorientierung begutachtet. Dabei wird besonders auf die Einhaltung der Ansprüche des Diversity-Gedankens und des Gender Mainstreaming geachtet. Die Rahmenbedingungen der Veranstaltungen werden in den Dimensionen Zeit, Raum und Sache begutachtet. Die zu vermittelnden Inhalte werden in enger Zusammenarbeit mit den ausführenden Trägern in Bezug zu den Leitlinien des Lokalen Handlungsprogramms sowie den Vorgaben des Bundesprogramms überprüft. Die zur Vermittlung der Inhalte verwendeten Methoden werden von der Fachstelle und den lokalen zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren gemeinsam unter pädagogischen bzw. didaktischen Gesichtspunkten überprüft und bearbeitet. Die Fachstelle unterstützt den Erfahrungsaustausch zwischen den Projekten und mit an- deren Kommunen. Die Steuerungsgruppe schreibt eine kontinuierliche wissenschaftliche Beglei- tung der Umsetzung des Lokalen Handlungsprogramms in Form einer formativen Evaluation für einen Zeitraum von jeweils zwei Jahren aus. Institute oder Personen, die mit der Evaluation des Lokalen Handlungsprogramms und seiner Projekte beauftragt werden, sollten in der Regel nicht mit weiteren wissenschaftlichen Aufgaben im Projektzusammenhang betraut werden.

Eine demokratische Kultur muss sich entwickeln. Städte verändern sich. Nicht zuletzt deshalb ist das Lokale Handlungsprogramm selbst als Prozess zu verstehen. Dazu gehört nicht nur, dass sich der Prozess nach Maßgabe seines Erfolgs in Frage stellen und verändern können muss. Die Prozessorganisation sollte auch ermöglichen, dass neue Akteure/Akteurinnen hinzukommen und dies, insbesondere wenn die institutionelle Absicherung fehlt und Bürgerinnen und Bürger sich direkt engagieren wollen, aktiv unterstützen. Die kommunale Politik muss diesen Prozess unterstützen, indem sie sich an der Fortschreibung des Lokalen Handlungsprogramms beteiligt und dafür Sorge trägt, dass die Auseinandersetzung mit den lokalen Erscheinungen des Rechtsextremismus nicht zu einer Stigmatisierung führen, sondern als Beiträge zu einer Verbesserung der Lebensqualität einer ganzen Stadt gesehen, anerkannt und unterstützt werden.